Neue Fotostation im OZEANEUM Stralsund


Seltenes Fotomotiv: Adrian (8 Jahre) aus Stralsund, umrahmt von allen drei in der Ostsee heimischen Robbenarten: Ringelrobbe, Seehund und Kegelrobbe. Foto: Christian RödelEine Robbe am Strand, am besten gemeinsam mit den eigenen Kindern, zählt zu den beliebtesten Fotomotiven eines Urlaubs an der Ostsee. Doch leider wurden die Bestände durch Jagd und Verschmutzung stark dezimiert und so können Seehund und Kegelrobbe bei uns nur selten beim Ausruhen am Strand beobachtet werden. Man sollte die Tiere nicht stören und auch zum Fotografieren nicht dicht an die Tiere herangehen. Trotz ihres freundlichen Aussehens können die Raubtiere ernsthaft zubeißen, wenn man ihnen zu nahe kommt.

Ohne Gefahr für die Kinder und ohne Störung der bedrohten Tiere können sich Kinder jetzt im OZEANEUM Stralsund gleichzeitig mit allen drei in der Ostsee heimischen Robbenarten fotografieren lassen. Einfach den Kopf durch ein Loch im Robbentisch gesteckt und schon schaut der Kinderkopf gemeinsam mit Kegelrobbe, Seehund und Ringelrobbe aus dem Wasser. Ein lehrreicher Spaß, denn die charakteristisch geformten Bronzeköpfe lassen sich gut unterscheiden: Die größte der Robbenarten erhielt ihren Namen dank ihres kegelförmigen Kopfes. Der Seehund mit seiner Schnauze erinnert an die Kopfform eines Hundes, während Ringelrobben eher an Katzen erinnern.

Der Leiterin der Ostsee-Ausstellung, Dr. Dorit Liebers-Helbig, lag es besonders am Herzen, die Ausstellung um eine Attraktion für Kinder zu bereichern, die zugleich auch Erwachsenen ein besonderes Erlebnis bietet. Erstmals findet Bronze in den Ausstellungen des OZEANEUMs als Werkstoff Verwendung. Die naturgetreuen Plastiken basieren auf Formen, die Museumspräparator Volkhardt Heller aus Kunststoffen modellierte. Die davon angefertigten Bronzeabgüsse der Kunstgießerei Gregor sind detailgenau, aber auch robust und sollen von den Besuchern angefasst werden. Damit eignen sich die Robbenköpfe ausgezeichnet, damit auch Sehbehinderte und Blinde sich das Aussehen der drei in der Ostsee heimischen Robbenarten erschließen können. „Bronze fühlt sich gut an und hat sich bereits beim Tastmodell der Stralsunder Altstadt am Alten Markt bewährt .“ schlägt Dr. Liebers-Helbig die Brücke zu einem weiteren Beispiel für das Engagement für Blinde und Sehbehinderte in der Hansestadt Stralsund und im Deutschen Meeresmuseum.

Alle drei heimischen Robbenarten sind in der Ostseeausstellung des OZEANEUMs auch als präparierte Tiere zu bestaunen. Besucher erfahren viel über das Jagdverhalten der perfekt an das Leben im Wasser angepassten Säugetiere. Kegelrobben kommen in der gesamten Ostsee vor und bringen ihren Nachwuchs im Winter auf dem Eis oder ungestörten Sandbänken zur Welt. Ringelrobben leben in den kalten Ostseeregionen und benötigen zur sicheren Aufzucht ihrer im späten Winter geborenen Jungtiere Schneehöhlen auf dem Eis. Seehunde sind aus der Nordsee in die westliche Ostsee eingewandert und bringen ihre Jungen im Sommer auf Sandbänken zur Welt. Im Unterschied zu Kegel- und Ringelrobben tragen Seehundjunge von Anfang an ein wasserundurchlässiges Fell und begleiten die Mutter bei der Jagd.

Foto: Christian Rödel
Text: OZEANEUM Stralsund


Stichworte: robbe, strand, ostsee, stralsund, ozeaneum, meeresmuseum

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