Mecklenburg-Vorpommern ist Deutschlands liebstes Sommerziel

Jeder vierte Inlandstourist verbrachte 2009 seine Ferien im Nordosten.

Der Anteil deutscher Sommerurlauber in Mecklenburg-Vorpommern ist in diesem Jahr höher gewesen als jemals zuvor. Die Sommeranalyse des Europäischen Tourismus Instituts (ETI) in Trier ergab, dass mit 26,1 Prozent mehr als jeder vierte Inlandstourist in den Nordosten gereist ist. Damit nahm Mecklenburg-Vorpommern nach einem Jahr wieder den Spitzenplatz in dieser Auswertung ein.

"Nach einem Jahr auf dem zweiten Platz konnten wir den Abstand zu Bayern in diesem Jahr sogar deutlich vergrößern", sagte Wirtschafts- und Tourismusminister Jürgen Seidel. "Die Sommeranalyse ist eines der schönsten Komplimente für die in der Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern Beschäftigten", ergänzte Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Landtages und des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Im Vorjahr kamen ETI zufolge 19,5 Prozent der Sommerurlauber nach Mecklenburg-Vorpommern. Bayern, das im vergangenen Jahr vorn lag, kommt 2009 mit 17,7 Prozent Anteil an zweiter Stelle. Auf dem dritten Rang folgt Schleswig-Holstein mit 14,8 Prozent. Das Nachbarland von Mecklenburg-Vorpommern konnte 2008 noch 16,4 Prozent der Sommerurlauber anlocken.

"Die Beliebtheit Mecklenburg-Vorpommerns ist sicher auch günstigen Umständen wie der Bundesgartenschau in Schwerin und dem Reiseverhalten der Deutschen in der Wirtschaftskrise zu verdanken. Der Erfolg ist aber auch Ergebnis eines guten Angebots, professionellen Marketings und viel harter Arbeit", so Jürgen Seidel. Der Minister verwies zudem auf Veranstaltungen wie den Germany Travel Mart, mit denen sich die Reisebranche in diesem Jahr profilieren konnte. Sylvia Bretschneider erklärte: "Die Studie zeigt, dass Angebot und Qualität im Land stimmen und Mecklenburg-Vorpommern trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage seine Position behaupten und ausbauen kann."

Das ETI stützt sich in seiner für das Reiseverhalten der deutschen Bevölkerung repräsentativen Studie auf die Ergebnisse von 2.019 Telefoninterviews. Als Sommerurlaub gelten Reisen ab fünf Tagen Dauer in der Zeit zwischen Juni und September. Nach der diesjährigen Analyse stehen für ein Viertel (25,7 Prozent) der Urlauber Strand, Bade- und Sonnenurlaub im Sommer an erster Stelle. Relativ hoch ist auch der Anteil von Familienferien und Aktivurlaub. Der Haupturlaub im Sommer ist mit 13,6 Tagen Dauer gegenüber dem Vorjahr wieder etwas länger geworden. Das eigene Land bleibt mit knapp 32 Prozent Anteil an allen Sommerreisen der Deutschen das beliebteste Reiseziel, gefolgt von Italien mit 11,2 Prozent und Spanien mit 6,7 Prozent. Der Studie zufolge ließen sich ca. 90 Prozent der Befragten in ihrer Reise- und Urlaubsplanung nicht vom aktuellen wirtschaftlichen Geschehen beeinflussen. Die Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftskrise auf das Reiseverhalten in den Sommermonaten stuft das Europäische Tourismus Institut daher als relativ gering ein.

Foto: TMV/Neumann


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