Endspurt im DARWINEUM - Ausstellung Kulturelle Evolution des Menschen


Dino-Koje-Foto-Zoo-RostockIm DARWINEUM stehen alle Zeichen auf Endspurt. In 36 Tagen öffnet das DARWINEUM für alle Rostocker und Gäste der Stadt seine Pforten. Heute hat sich der Vorsitzende des Vorstands der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Claus Friedrich Holtmann, gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der OstseeSparkasse Rostock, Frank Berg, und dem Rostocker Oberbürgermeister Roland Methling ein Bild über den Stand der Ausstellungsvorbereitungen gemacht. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung ermöglicht zusammen mit der OstseeSparkasse Rostock (OSPA) die Dauerausstellung zur „Kulturellen Evolution des Menschen“ im DARWINEUM im Rostocker Zoo.


„Wir haben uns anstecken lassen von der Idee, hier in Rostock einen deutschlandweit und international einzigartigen Ort zu schaffen, der das Wechselspiel zwischen Biologie und Kultur in der menschlichen Evolution veranschaulicht“, betonte Stiftungsvorstand Claus Friedrich Holtmann. „Mit dem DARWINEUM wird ein Besuchermagnet für Rostock und Mecklenburg-Vorpommern geschaffen. Wir freuen uns, dass durch die Kooperation mit der Universität Rostock, dem OZEANEUM in Stralsund und der Senckenberg Gesellschaft Frankfurt/Main der fachliche Austausch auf sehr hohem Niveau gesichert ist.“


„Mit der Fertigstellung des DARWINEUM wird den Besuchern etwas zum Sehen, Fühlen, Anfassen und Erleben übergeben“, freute sich auch der OSPA-Vorstandsvorsitzende Frank Berg. „Die Tropenhalle, die beiden Ausstellungsbereiche und die Außenanlage sind Investitionen in die Bildung. Die OSPA wird auch in Zukunft den Rostocker Zoo unterstützen, unter anderem als Partner der jährlichen Klassik-Nacht“, kündigte Berg an.

Die exklusive Exposition zur „Kulturellen Evolution des Menschen“ ist fester Bestandteil des DARWINEUM im Komplex C und soll die prägnantesten Meilensteine der menschlichen Entwicklung in den Fokus der Besucher rücken. „Dass der Rostocker Zoo künftig nicht nur Tiere und Pflanzen in ihren Lebensräumen präsentiert, sondern auch der kulturellen Entwicklungsgeschichte des Menschen eine so beeindruckende Ausstellung widmet, wird seine Anziehungskraft weiter stärken“, ist Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling überzeugt. „Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung unterstützt einen äußerst spannenden Ausstellungsbereich im DARWINEUM, denn Evolution fand und findet immer im Kontext aller Umweltfaktoren, auch der sozialen und kulturellen, statt. Danke für die Unterstützung dieser Exposition, auf die die Rostocker und Gäste unserer Hansestadt schon sehr gespannt sind.“


„Wir sind dankbar für die Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung. Somit konnten wir die Bedeutung von Kultur, Bildung und Gesellschaftsfähigkeit für den Menschen im Verlauf der Evolution in einem ambitionierten Rahmen umsetzen“, betonte auch Zoodirektor Udo Nagel bei dem heutigen Besichtigungstermin. Gegenwärtig arbeiten die Spezialisten des Stuttgarter ATELIER BRÜCKNER und weitere Firmen unter Hochdruck an den letzten Feinheiten der beiden Dauerausstellungen im DARWINEUM.


Milliarden Jahre und Kulturentwicklung unter einem Dach

Das Ausstellungskonzept ist über Jahre im Rostocker Zoo entwickelt worden. „Hier entsteht ein riesiges biologisches Lehrkabinett, das die kulturelle Entwicklung des Menschen deutlich macht“, schwärmt der Kurator und Abteilungsleiter für Edutainment, Frank Fuchs. Der Biologe arbeitet seit 1999 im Rostocker Zoo und ist verantwortlich für die Umsetzung der Expositionen. Nach über zehn Jahren intensiver Entwicklungsarbeit steht das DARWINEUM nun unmittelbar vor seiner Vollendung.


Die Besucher werden ab dem 8. September von den Galapagos-Riesenschildkröten begrüßt, die ihr Revier direkt im Eingangsbereich haben. Im Foyer wird über den Namensgeber Charles Darwin (1809-1882) und seine Forschungsreisen berichtet. Der britische Naturforscher gilt als Begründer der Evolutionstheorie.


Dann heißt es abtauchen in die Atmosphäre des Weltalls, der Entstehung des Universums, was schätzungsweise 14 Milliarden Jahre zurückliegt. Nach dem Urknall folgt eine Zeitreise durch die Entstehungsgeschichte des Lebens. Vor zwei Milliarden Jahren entstanden einfachste Lebensformen, deren Entwicklung über die ersten Mehrzeller bis zum Menschenaffen in einer Art Zeitraffer in acht Themenkojen nachempfunden (s. Überblick) wird.
„In den Kojen, die größtenteils mit Dioramen ausgestattet sind, verschmelzen museale und zoologische Ausstellung miteinander. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal für das DARWINEUM. Mit Ausnahme der ersten Themenbox sind in allen anderen Kojen auch Tiere zu beobachten, die innerhalb der Evolution eine besondere Rolle gespielt haben“, so Ausstellungsleiter Frank Fuchs. Authentisch gestaltete Dioramen vermitteln dabei dem Betrachter einen Eindruck, wie die Fauna und Flora in verschiedenen Epochen der Evolution ausgesehen haben. Spezialfirmen aus dem Theaterbau haben die typischen Landschafts- und Tierbilder aus der Urzeit in Szene gesetzt, so dass sich die Besucher ein Bild über ihre Vorzeit machen können, wenn sie sich durch die Dioramen bewegen.
Im Inneren der Evolutionsrotunde werden die entscheidenden Naturkatastrophen und kontinentalen Veränderungen der Erde dargestellt. An einer Zeitmaschine können die Besucher durch Zeit und Raum der Evolution surfen; an einem zentralen Touchscreen den verzweigten Stammbaum des Menschen erforschen.


Die Ausstellungshalle A schließt mit einem Epilog, der die Menschwerdung am Beispiel der Primaten sowie die großen Wanderungsbewegungen nachzeichnet und den Übergang zur Tropenhalle und zum Expositionsbereich „Kulturelle Evolution des Menschen“ bildet.


Kulturevolution zwischen Höhlenmalerei und Kernfusion
Im Ausstellungsbereich C steht die kulturelle Evolution im Mittelpunkt. Wo kommen wir her, wo stehen wir, wo wollen wir hin? „Es geht darum, die enorme kulturelle Entwicklungsspanne erlebbar zu machen“, sagte Frank Fuchs, „vom ersten Feuer bis zur Kernfusion, von der Höhlenmalerei bis zu unseren Spuren im Weltall, von der Trommel bis zum Smartphone.“ Die zweisprachige Ausstellung zeigt die Etappen der menschlichen Entwicklung auf, aber auch die Grenzen: was kann Natur, was kann der Mensch? „Dabei haben wir großen Wert auf eine verständliche, kindgerechte und spielerische Wissensvermittlung gelegt“, erklärte Fuchs.
Die vielfältigen Einblicke in die Kulturevolution führen in den Stammzellenraum mit Großlaborcharakter. Die experimentelle Annäherung an die moderne Forschung soll vor allem Schüler für die Naturwissenschaften begeistern. Mit Hilfe der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Stammzellforschung schließt sich hier der Kreis von der Urzelle bis zur heutigen Zeit, die auch einen kleinen Ausblick ermöglicht sowie die Einsicht: die kulturelle Evolution geht immer weiter.
Das DARWINEUM enthält darüber hinaus einen vielseitig nutzbaren Veranstaltungsraum, ein Kino, einen Gastronomiebereich mit großzügiger Außenterrasse sowie einen Shop und Räumlichkeiten für kleinere Wechselausstellungen. Diese erste startet mit der Entstehungsgeschichte und dem Bau des DARWINEUM.


„Ohne erhobenen Finger, sondern recht unterhaltsam sollen beide Ausstellungen ausstrahlen, was wir aus der Evolution und dem Spannungsfeld zwischen Biologie und Kultur lernen können“, so Fuchs abschließend. „Wir müssen unsere Ressourcen intelligent nutzen. Nicht die Giganten der Vorzeit wie die Dinos haben die großen Katastrophen überlebt und das Leben beflügelt, sondern die cleveren kleinen Spitzhörnchen.“ Diese und viele weitere überraschende Erkenntnisse der Evolution erwarten die Besucher ab dem 8. September auf ihrer Entdeckungstour im DARWINEUM.


Foto Zoo Rostock: Oberbürgermeister Roland Methling (v. li.), der Vorsitzende des Vorstands der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Claus Friedrich Holtmann, Zoochef Udo Nagel und der Vorstandsvorsitzende der OstseeSparkasse Rostock, Frank Berg, bewundern eine Anomalocaris. Die „ungewöhnliche Garnele“ gehört zur Gruppe ausgestorbener, mariner, wirbelloser Tiere, die vor 530 bis 501 Millionen Jahren gelebt haben und bis zu 120 Zentimeter groß wurden.


Überblick  Themenkojen

Koje 1 - Entstehung des Lebens
Uratmosphäre, Einzeller, Pantoffeltierchen, Strukturen tierischer und pflanzlicher Zellen
Koje 2 - Ozean der Wundertiere
Europas größter Quallenkreisel mit Videoprojektion, Aquarium mit Nautilus, Pfeilschwanzkrebse als lebende Fossilien
Koje 3 - Konstruktionsprinzipien der Lebewesen
Terrarien mit Würmer, Schnecken, Skorpionen, Spinnentieren, Aquarium mit Lanzettfischen
Koje 4 - Unterwasserstädte der Urzeit
Wiege der Evolution mit großem Korallenriff und Seepferdchen
Koje 5 - Eroberung des Landes
Leben von Wasser ans Land, Aquaterrarium mit Schlammspringern, Modell vom Quastenflosser
Koje 6 – Dinos und Minisäuger
Blütezeit der Dinos und nachtaktiven Säuger, Terrarium mit Nashornleguanen
Koje 7 - Koevolution
Entwicklung der Blütenpflanzen und Insekten im Einklang, Aquaterrarium mit Blattschneiderameisen
Koje 8 – Erfolgsmodell Säuger
Voliere mit Schnabeligel und Terrarium mit Antilopenziesel

 

Im DARWINEUM werden die Besucher ab Anfang September 2012 auf eine spektakuläre Reise durch die Evolution entführt. Die einzigartige Naturerlebnis - und Wissenswelt auf 20.000 m2 verbindet Abenteuer, Umweltbildung und Wissenschaft. Zum Anfassen, Mitmachen und Mitdenken.

Weitere Informationen unter www.darwineum-zoo-rostock.de

 

Zoologischer Garten Rostock gGmbH
Rennbahnallee 21
18059 Rostock
Telefon +49 381-20 82 184




« Zur Übersicht

Gastgeber

Mercure Hotel Schwerin Altstadt

Mercure Hotel Schwerin Altstadt

19053 Schwerin (Mecklenburg-Schwerin)

In zentraler, ruhiger Lage direkt an der Fußgängerzone der schönen Altstadt Schwerins begrüßen wir Sie in unserem Mercure Hotel Schwerin Altstadt. In nur wenigen Fußminuten erreichen Sie alle Schweriner Sehenswürdigkeiten und den Schweriner See. Freuen Sie sich auf unsere persönliche und herzliche Atmosphäre.

ab 73,00 EUR

Ausflugstipp

Heinrich-Schliemann-Gedenkstätte in Neubukow

Das Bürgerhaus mit Heinrich-Schliemann-GedenkstätteMit der Eröffnung des Bürgerhauses Neubukow, am 21. Juni 2003, fand die Heinrich-Schliemann-Gedenkstätte ein neues Domizil. Bislang in einem Haus mit Mischnutzung in der Mühlenstraße untergebracht, zog sie nun in ein unter Denkmalschutz stehendes historisches Gebäude am Brink ein.

Weiterlesen ›