Das Wassertor in Wismar

Im Mittelalter war Wismar eine stolze und vor allem auch eine sehr reiche Hansestadt und diesen Reichtum galt es, zu schützen. Aus diesem Grund wurde rings um die Stadt eine Mauer gebaut, die von fünf Stadttoren unterbrochen wurde. Die Stadttore waren auch eine Wehranlage, und wenn Gefahr drohte, dann wurden die Tore geschlossen. Von den einst fünf mächtigen Stadttoren ist nur ein Tor übrig geblieben, das Wassertor, das heute zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Wismar gehört.

das Wassertor in Wismar. Foto: MV-Travel.de

Ein Zeitzeuge in Backsteingotik

Die Wehranlage von Wismar hatte mit dem „Poeler Tor“ ein Stadttor im Süden, mit dem „Mecklenburger Tor“ eins im Westen, das „Lübsche Tor“ lag nach Osten und das „Mecklenburger Tor“ lag zusammen mit dem „Wassertor“ in Richtung zum Hafen. Alle Stadttore wurden mit der Wehranlage um das Jahr 1450 erbaut, und zwar in der für Norddeutschland so typischen Backsteingotik. Das Wassertor besticht vor allem durch seine einzigartige Architektur. Der Durchgang hat einen Spitzbogen und die sogenannten Treppengiebel sind mit Zinnen versehen.

Auf der Stadtseite sind sechs schmale Blendbögen und hohe Lichtauslässe für die insgesamt drei Etagen zu sehen, auf der Hafenseite befinden sich seit 1600 neben einem Giebel in Dreiecksform auch drei sehr breite Blendbögen und vier Fenster. Auf beiden Seiten des Wassertors prangt jeweils ein Wappen, auf der rechten Seite das alte Wappen der Stadt Wismar und auf der linken Seite das gespaltene Stadtwappen.

Das Wassertor als Filmkulisse

das Wassertor in Wismar. Foto: MV-Travel.deLange war die Wehranlage mit den fünf Stadttoren das Wahrzeichen von Wismar. 1869/1870 wurde die Stadtmauer zusammen mit den vier Stadttoren aber abgerissen, stehen blieb nur das Wassertor als das letzte Zeugnis aus dem Mittelalter, das noch heute an die Zeiten von Wismar als Teil der Hanse erinnert. 1921 kam das Tor zu einer seltenen Ehre, denn es diente als Kulisse für einen Film. Friedrich Wilhelm Murnau drehte in Wismar seinen Gruselfilm „Nosferatu – eine Symphonie des Grauens“, ein Stummfilm nach dem Roman „Dracula“ von Bram Stoker. Aber nicht nur das Wassertor wurde zu einer effektvollen Kulisse, gedreht wurde auch im Hof der Heiligen-Geist-Kirche, im Turm von St. Marien und im Alten Hafen.



In neuem Glanz

Restauriert wurde das Wassertor von 1978 bis 1984, die Fassade wurde dann 1992/1993 saniert. Heute wird das Tor von der Interessengemeinschaft „Club maritim“ genutzt. Der Club veranstaltet regelmäßig Ausstellungen und Vorträge im alten Wassertor. Wer das Tor einmal von innen sehen möchte, der sollte die Gelegenheit bei einem Besuch in Wismar nutzen.


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