Alter Hafen von Wismar

Im Jahre 2011 hatte die Hansestadt Wismar ein denkwürdiges Jubiläum zu feiern – sie wurde stolze 800 Jahre alt. So alt wie die Stadt, so alt ist auch ihr Hafen, der heute die vielleicht größte und schönste Sehenswürdigkeit der Hansestadt ist. Der Alte Hafen wurde vor 800 Jahren zum ersten Mal urkundlich erwähnt und hat eine sehr bewegte Geschichte hinter sich. Seinen Erfolg hat er seiner geschützten Lage in der Wismarer Bucht zu verdanken und es war der Hafen, der die Stadt einst reich und berühmt gemacht hat.

Alter Hafen Wismar - Sonnenuntergang. Foto: MV-Travel.de

Eine wechselvolle Geschichte

Alter Hafen Wismar bei Nacht. Foto: MV-Travel.deDer Alte Hafen kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Seinem Hafen verdankt Wismar viel, denn er machte es erst möglich, dass die Stadt zu einer der mächtigsten Städte an der gesamten Ostseeküste wurde. Reichtum und Macht, aber auch Krieg und Zerstörung haben den Hafen und die Stadt über die Jahrhunderte geprägt. So war der Hafen seit dem Dreißigjährigen Krieg über 150 Jahre im Besitz von Schweden und bis heute spielt das schwedische Erbe eine besondere Rolle. Im 2. Weltkrieg wurden die Hafenanlagen, aber auch die zahlreichen Gebäude, die zum Hafen gehören, schwer zerstört, jedoch mit dem Aufbau der Mathias Thesen Werft unmittelbar nach dem Krieg zog auch wieder geschäftiges Treiben in den Hafen ein. 1949 wurde der Alte Hafen offiziell wieder eröffnet und heute ist er eine der größten Sehenswürdigkeiten von Wismar.


Das Baumhaus mit den Schwedenköpfen

Alter Hafen Wismar - Baumhaus. Foto: MV-Travel.deSeit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts steht unmittelbar am Alten Hafen von Wismar das sogenannte Baumhaus. Dieses Haus darf man sich nicht als ein klassisches Baumhaus aus Holz vorstellen, es handelt sich beim Wismarer Baumhaus um ein massiv gebautes Haus, das mit den für die Ostseeküste so typischen roten Klinkern verkleidet ist. Das Baumhaus hatte in früheren Zeiten eine sehr wichtige Aufgabe, denn von dort aus wurde bei Nacht oder auch wenn Gefahr drohte, der Hafen geschlossen. Es wurde eine Kette vor die Einfahrt des Hafens gezogen, was Schiffe daran gehindert hat, in den Hafen einzulaufen. Die Aufgabe, den Hafen zu schützen, übernahmen die „Bohmschlüter“, die im Baumhaus untergebracht waren und da sie auch einen Schlagbaum aus Holz bedienen mussten, entstand im Laufe der Zeit der Name Baumhaus.

Im Jahre 1672 wurden die beiden Schwedenköpfe, die vor dem Baumhaus zu finden sind, zum ersten Mal erwähnt. Bei diesen Köpfen handelt es sich um Herkulesbüsten, die auf Pfählen, den sogenannten Dalben, in der Hafeneinfahrt in Höhe Wendorf standen. Sie würden dort vielleicht immer noch stehen, wenn sie nicht ein finnisches Schiff im Jahre 1902 beschädigt hätte. Die Köpfe wurden nachgegossen und stehen heute vor dem Baumhaus, ein Original Schwedenkopf kann aber noch im Museum für Stadtgeschichte bewundert werden.


Die Speicher am Alten Hafen

Wie es sich für eine Hansestadt gehört, so hat auch Wismar eine Speicherstadt. Die verschiedenen Speicher waren früher unverzichtbar, denn in ihnen wurde die Ware gelagert, die die Schiffe aus allen Teilen der Welt nach Wismar gebracht haben. Der Markanteste unter den Speichern im Alten Hafen ist der Thormann-Speicher mit einer imposanten Höhe von 22 Metern. Erbaut wurde der Speicher aus roten Backsteinen im Jahre 1862 für den Reeder und Kaufmann Johann Christian Thormann und er diente lange Zeit als Zwischenlager für Getreide, das per Schiff in viele europäische Länder gebracht wurde. 1893 ging der Speicher in den Besitz des Getreidehändlers G. W. Loewe über, der das Gebäude erweitern und umbauen ließ. 2004 wurde der Speicher umfassend renoviert und steht heute unter Denkmalschutz.

Andere Speicher in Wismar, wie zum Beispiel der Kruse-Speicher, der ebenfalls ein Getreidespeicher war, werden heute als Wohnhäuser oder als Feriendomizil genutzt. Das gilt besonders für den Ohlerich-Speicher, ein denkmalgeschützter Getreidespeicher, der eine einzigartige Adresse für moderne Ferienapartments wird. Da die alte Bausubstanz erhalten geblieben ist, bilden die Speicher im Alten Hafen zusammen mit dem historischen Baumhaus ein sehenswertes Ensemble.


Das Lotsenhus

Das Lotsenhus am Alten Hafen in Wismar ist ein Teil der Speicherstadt und diente früher, wie der Name es schon verrät, dem Lotsen des Hafens als Wohnhaus und Arbeitsplatz. Immer wenn es für Schiffe schwierig wurde, in den Hafen der Hansestadt einzulaufen, dann war es die Aufgabe des Lotsen, an Bord zu gehen und das Schiff sicher durch die Hafeneinfahrt in den Hafen zu steuern.

Alter Hafen Wismar - Lotsenhus. Foto: MV-Travel.de Wer Urlaub am Alten Hafen machen will, kann dieses im Lotsenhus Wismar ( 2017 neu erbaut ) in einer exklusiven Wohnanlage für Feriengäste tun. Besucher der Stadt, die im Lotsenhus wohnen, genießen einen herrlichen Blick über den Alten Hafen und wohnen nur ein paar Meter von der Kaimauer entfernt. Fewo SPEICHERSTADT jetzt buchen.


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