Kranich-Informationszentrum Groß Mohrdorf

Öffnungszeiten - Eintrittspreise

Die Küstengewässer des Nationalparks „Vorpommersche Boddenlandschaft" wirken wie ein Magnet auf Zugvögel, weil sie hier ruhige Schlafgewässer und vielfältige Nahrungsräume vorfinden. Alljährlich verweilen im Frühjahr und im Herbst an ihrem größten mitteleuropäischen Rastplatz, der so genannten „Rügen-Bock-Region", auch Tausende von Kranichen. Vor allem im Herbst können bis zu 70.000 der beeindruckenden Großvögel über einen längeren Zeitraum beobachtet werden. Sie legen hier einen mehrwöchigen Zwischenaufenthalt auf ihrem Weg in die Überwinterungsgebiete nach Südfrankreich, Spanien, Portugal und Nordwestafrika ein.

Die große Kranichrast. Foto: Dr. Günter Nowald

Kranich Altvogel. Foto: Dr. Günter NowaldTagsüber suchen sie auf abgeernteten Getreide- und Maisfeldern nach Nahrung. Abends fliegen sie in langen Ketten zurück zu ihren Schlafplätzen in die flachen Boddengewässer, von denen sie früh morgens  wieder in eindrucksvollen Flugformationen zur Nahrungssuche aufbrechen. In diesem einzigartigen Gebiet unterhält „Kranichschutz Deutschland" seit September 1996 das Kranich-Informationszentrum in Groß Mohrdorf, 14 km nordwestlich von Stralsund.

Bitte, tragen Sie durch Ihr rücksichtsvolles Verhalten zur ungestörten Rast der Kraniche bei. Die Vögel brauchen Ruhe vor ihrem Weiterflug. Sie können z. B. Kraniche besser aus dem Auto heraus beobachten, da die Fluchtdistanz zu Fahrzeugen nicht so groß ist wie zu Menschen. Haben Sie etwas Geduld, dann nähern sich die Vögel auf einen Abstand, der deutlich unter 100 Meter liegen kann.

Die Dauerausstellung im Kranich-Informationszentrum. Foto: Norman Donner

In der ganzjährig geöffneten Dauerausstellung haben Sie die Möglichkeit, fast alles über die Kraniche zu erfahren. Informative Schautafeln, audiovisuelle Medien und Präparate geben einen Einblick in das Leben der beeindruckenden Großvögel. Hier erfahren Sie die besten Beobachtungsplätze und bekommen aktuelle Informationen zum Zuggeschehen. Spezielle Veranstaltungen, wie die alljährlich im September durchgeführte „Woche des Kranichs“ und Führungen, ergänzen das Programm. In unserem kleinen Shop können Sie vieles rund um den Kranich, z. B. Bücher, DVD’s, CD’s, Poster, Postkarten, Geschenke mit Kranichbezug u.v.m. erwerben. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Viel Andrang bei der Exkursion zur Woche des Kranichs. Foto: Norman DonnerKranichschutz Deutschland

Seit den 1970er Jahren führten die Umweltstiftung WWF-Deutschland (World Wide Fund for Nature) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V. jeweils eigene Kranichschutz-Projekte in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg durch. Im östlichen Deutschland kümmerten sich die Mitglieder des „Arbeitskreises zum Schutz vom Aussterben bedrohter Tierarten in der DDR" jahrzehntelang um eine intensive Kranicherfassung. Nach der Wiedervereinigung gründeten die ost- und westdeutschen Kranichschützer gemeinsam mit der Lufthansa Umweltförderung 1991 die Arbeitsgemeinschaft „Kranichschutz Deutschland". Ihr Ziel ist es - neben der Öffentlichkeitsarbeit - dem Kranich eine sichere Brutheimat sowie störungsfreie Sammel- und Rastplätze in Deutschland zu erhalten und zum internationalen Kranichschutz beizutragen.

Portrait vom Kranich. Foto: Dr. Günter Nowald

Die Koordination und die Durchführung zahlreicher nationaler und internationaler Schutz- und Forschungsprojekte erfolgt über das Kranich-Informationszentrum in Groß Mohrdorf.





Zum Beispiel:

  • Durch Entwässerung verloren gegangene Brutplätze werden wieder vernässt.
  • Mit Hilfe von „Ablenkfütterungen" werden landwirtschaftliche Schäden in Rastgebieten reduziert.
  • Kranich-Ranger betreuen während der Frühjahrs- und Herbstrast Touristen an Beobachtungsplattformen und Nahrungsplätzen.
  • Eine genaue Erfassung der Kranichbestände, der Brutreviere, der Rast- und Nahrungsräume sowie der Zugwege („Monitoring“) liefert Landes- und Kreisbehörden Grundlagen für eine umweltverträgliche Landschaftsplanung und verhindert Natur schädigende Eingriffe.
  • Für die Entwicklung effektiver Managementmaßnahmen werden verschiedene Projekte zur Verhaltens- und Nahrungsbiologie sowie zur Raumnutzung der Kraniche durchgeführt.
Fotos: Dr. Günter Nowald (3), Norman Donner (2)

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Öffnungszeiten Kranich-Informationszentrum Groß Mohrdorf

März bis Mai: Mo-So 10.00-16.00 Uhr
Juni, Juli: Mo-Fr 10.00-16.30 Uhr
August: Mo-So 10.00-16.30 Uhr
September, Oktober: Mo-So 09.30-17.30 Uhr
November: Mo-Fr 10.00-16.00 Uhr

In den anderen Monaten ist eine Besichtigung der Ausstellung nur nach vorheriger Absprache möglich.

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Eintrittspreise

Der Eintritt in die Ausstellung ist frei - Stand 2016

Wir freuen uns über eine Spende für den Kranichschutz.

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Weitere Informationen

Das Kranichinformationszentrum Groß Mohrdorf in der Außenansicht. Foto: Dr. Günter Nowald

Kranich-Informationszentrum
Lindenstraße 27
18445 Groß Mohrdorf

Tel. 038323 – 80540

E-Mail: info@kraniche.de
Internet: www.kraniche.de

Foto: Dr. Günter Nowald

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