Rehna - bedeutendste Fachwerkhäuser Westmecklenburgs

Sehenswürdigkeiten - Touristinfo

Die Gründung des Ortes Rehna geht wohl auf das Jahr 1160 zurück. Da es keine Funde von slawischen Vorgängersiedlungen gibt, handelt es sich um eine Neusiedlung mit der Heinrich der Löwe sein Herrschaftsgebiet in die slawischen Gebiete östlich der Elbe ausweitete. Es gibt Hinweise darauf, dass die Siedler, die sich hier niederließen aus Rhena (heute ein Ortsteil von Korbach) in Hessen angeworben wurden. Schon vor dem Jahre 1200 wurde eine Anfangs wohl vorhandene Holzkirche durch eine romanische Backsteinkirche ersetzt, die ganz im Sinne der Expansionsstrategie Heinrichs des Löwen quasi als Missionskirche für einen größeren Umkreis um Rehna dienen sollte.

Luftbild von der Stadt Rehna mit Kloster und Langem Haus. Foto: Kloster- und Stadtinformation Rehna

Das Kloster Rehna von Südosten aus gesehen. Foto: Kloster- und Stadtinformation Rehna

Das Vorhandensein dieser Kirche war sicher ein Grund, hier im Jahre 1236 ein neu zu gründendes Nonnenkloster anzusiedeln. Die Klostergründung war für den Ort Rehna der entscheidende Punkt seiner künftigen Entwicklung. Im Mittelalter war die Gründung eines Klosters durchaus vergleichbar mit der erfolgreichen Ansiedlung eines bedeutenden Gewerbebetriebes heute. Das Kloster Rehna erhielt großzügige Zuwendungen von Adelsfamilien aus der Umgebung. Diese bestanden vor allem aus Besitz, Dörfer aus der näheren und weiteren Umgebung des Klosters, die dann gegenüber dem Kloster abgabepflichtig wurden. Um das Kloster herum siedelten sich Handwerker an, die in der mehr als 200 jährige Bauzeit die Errichtung der umfangreichen Klostergebäude sowie den Umbau und die Erweiterung der Klosterkirche besorgten, der Handel kam in Schwung. Rehna erlangte weit über sein unmittelbares Einzugsgebiet hinaus erheblichen Einfluss und wurde zu einem der reichsten Klöster in Mecklenburg.

Die Klosterkirche und das lange Haus in Rehna. Foto: Kloster- und Stadtinformation Rehna

Diese „goldene“ Zeit Rehnas scheint schon im ausgehenden 15. Jahrhundert  langsam an Glanz zu verlieren und endete dann abrupt in Folge der Reformation. Das Kloster Rehna wurde 1552 geschlossen, der Besitz fiel dem Herzogshaus in Schwerin zu. Das so genannte „Lange Haus“, ehemals Teil des Klosters mit der Probstei, wurde zum Sitz der Herzogswitwen umgebaut und für Rehna begann eine neue Zeit. Bedingt durch die Tatsache, dass das Land rund um Rehna sich zunächst im Besitz des Klosters befand und dann zur herzoglichen Domäne wurde, siedelten in Rehna fast ausschließlich Handwerker. Unter Ihnen war die stärkste Gruppe, die der Schuster. Dass bei der großen Anzahl von Schustern nicht jeder seine Zukunft hier am Ort sah, belegt die Tatsache, dass einer von Ihnen, Jochim Hoofein nach Hamburg ging und ganz offensichtlich dort sein Glück fand. Aus dem Wohlstand, der ihm zuteil wurde, spendete er einen wunderschönen Messingleuchter im Gedenken an seine Heimatstadt der Kirche. Noch heute ist der schwere zehnarmige Leuchter aus dem Jahr 1666 in der Kirche zu bewundern. Mitte des 19. Jahrhunderts erreichte die Anzahl der Schustermeister mit mehr als 70 seinen Höhepunkt in der Stadt.

Fotos (3): Kloster- und Stadtinformation Rehna

Rehna gehört zum Einzugsgebiet von Mecklenburg-Schwerin

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Sehenswürdigkeiten

Kloster und Klosterkirche

Von besonderer Bedeutung ist die ehemalige Klosteranlage, die in Teilen noch heute erhalten ist. Neben der Kirche finden sich noch Teile des Kreuzgangs und im heutigen Langen Haus, dem Sitz der Amtsverwaltung von Rehna ist das Gästerefektorium, ein schöner hochgotischer Raum mit Wandmalereien erhalten.

Der Klostergarten im Kloster Rehna. Foto: Kloster- und Stadtinformation Rehna

Klostergarten und Heinrich-Sternberg Park am Mühlenteich

In den letzten Jahren wurde ein Klostergarten u.a. mit einem Hildegard-von-Bingen-Garten neu angelegt. Hier wird an die alte Tradition und das Wissen der Klosterstätten des Mittelalters angeknüpft. Daneben ist ebenfalls am Kloster ein Kneippbecken entstanden, das von einem der artesischen Brunnen der Stadt gespeist wird. Der Heinrich-Sternberg Park, der sich vom Kloster um den Mühlenteich erstreckt, ist im Rahmen der BUGA Aktivitäten neu gestaltet worden und lädt zum Verweilen ein. Foto: Kloster- und Stadtinformation Rehna

Deutsches Haus

Eines der bedeutendsten Fachwerkhäuser Westmecklenburgs, das sogenannte Deutsche Haus wurde schon um 1570 errichtet. Im Laufe der wechselvollen Geschichte des Hauses und umfangreichen Umbauten hat es unterschiedliche Nutzungen erfahren. Heute beherbergt es die Stadtbibliothek, eine Sammlung von Trachten aus Rehna und Umgebung als auch in einem Raum der sogenannten Upkammer, die Ausstattung einer ehemaligen Schusterwerkstatt der Stadt.

Altstadthäuser

Im Ortskern rund um Markt und Kloster sind eine Vielzahl von schönen, überwiegend Fachwerkhäusern erhalten, die das Ortsbild prägen und zum großen Teil in den letzten Jahren saniert werden konnten.

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Touristeninformation

Die Kloster- und Stadtinformation Rehna steht Ihnen gern mit Informationen zur Verfügung:

Kloster- und Stadtinformation Rehna
Kirchplatz 1 a
19217 Rehna

Telefon: 038872 – 52765
Fax: 038872 – 52767

info@kloster-rehna.de
www.kloster-rehna.de

Öffnungszeiten:
Montag - Freitag 10 - 17 Uhr
Samstag / Sonntag / Feiertags 11 - 17 Uhr

Eingeschränkte Öffnungszeiten von November - März
Dienstag - Freitag 10 - 16 Uhr

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