Dobbertin - Klosterdorf mit erhaltener Benediktiner-Klosteranlage

Touristinfo

Dobbertin ist eine kleine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern. Als einziges erhaltenes Klosterdorf in Mecklenburg-Vorpommern hat Dobbertin gut 1140 Einwohner und teilt sich in die Ortsteile Dobbin, Jellen, Alt Schwinz, Neu Schwinz, Kleesten, Kläden, Neuhof und Spendin auf. Der Ort zeichnet sich nicht nur durch die bestens erhaltene Benediktiner-Klosteranlage aus, sondern auch durch zahlreiche denkmalgeschützte Fachwerkhäuser und Ziegelsteinhäuser. Hier lohnt sich der Urlaub, denn die Region hat ausgedehnte und ursprünglich belassene Wald- und Heidegebiete zu bieten, sodass sich schöne Rad-Touren und Wanderungen unternehmen lassen. Auch mit Pferden sind hier wunderbare Ausflüge und Touren möglich. Das Örtchen Dobbertin lädt mit zahlreichen Geschäften, Restaurants und Cafés zum Verweilen und Genießen ein. Verschiedene Unterkünfte wie Hotels, Pensionen, Ferienhäuser oder der Campingplatz direkt am See sorgen für einen angenehmen Urlaub und Erholung.

Dobbertin - Foto MV-Travel.de

Die Klosteranlage Dobbertin

Kloster Dobbertin - Foto MV-Travel.deHeute ist die Klosteranlage wohl der größte und wichtigste Arbeitgeber der Region und firmiert als Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH. Zum Kloster gehört auch eine prächtige Parkanlage. Sie umfasst fast 18 Hektar Land und lädt zum Spazierengehen und zur Muße und Erholung ein. Dieser Klosterpark zählt zu den wertvollsten Parks in Mecklenburg-Vorpommern und käme auch ohne dominierende Gebäude aus.


Urlaub in Dobbertin

Neben der beeindruckenden Klosteranlage ziehen auch die vielen architektonischen Schmuckstücke in Dobbertin Touristen an. Da wäre etwa die Kirche mit den Zwillingstürmen zu nennen – die einzige dieser Art in ganz Mecklenburg-Vorpommern – aber auch die zahlreichen hübschen Fachwerkhäuser und Backsteinbauten, die zum Teil unter Denkmal stehen und damit beredtes Zeugnis der Vergangenheit abgeben. Dazu gehört z.B., das Postamt von 1852, das Pfarrhaus von 1755, die Klosteramtsscheune von 1816 oder das Samenhaus von 1825.

Naturliebhaber finden hier ein wahres Paradies vor. Die zahlreichen Seen, Wälder und Heidegebiete sowie der Naturpark Nossentiner / Schwinzer Heide und das Naturschutzgebiet Klädener Plage laden zum Wandern, Reiten und Fahrradfahren ein, aber auch zum Erholen und Entspannen. Hier finden die Gäste Ruhe und Erholung, Harmonie und unberührte Natur. Die Gemeinde Dobbertin legt dabei großen Wert auf einen sanften Tourismus. So ist die MS Condor das einzige Fahrgastschiff, das auf dem Dobbertiner See fahren darf, der unter Naturschutz steht. Umso malerischer und beeindruckender sind diese Schiffstouren, die einen wunderbaren Einblick in die Vielfalt der Seenlandschaft bieten. Am Ufer oder vom Schiff aus lassen sich Fischadler, Falken, Rotmilane, Eisvögel, Möwen, Reiher oder Rohrdommeln beobachten. Hier sind aber auch viele seltene Entenarten zu Hause, ebenso wie Fischotter, Füchse oder Nerze. Dafür sorgt, das klare Wasser und die saubere Luft, saftige Wiesen und gesunde Wälder mit fischreichen Seen und fruchtbaren Böden.

Die Gegend lässt sich auch alternativ erkunden. Zu zweit, mit der Familie oder einer kleineren Gruppe sind auch Touren mit der Draisine, der Kutsche und dem Kanu möglich. Besucher können nicht nur die Natur erleben und genießen, sondern auch die regionalen Besonderheiten und Spezialitäten, die regionalen Geschichte erfahren und altes Brauchtum sowie traditionelles Handwerk dieser Gegend kennenlernen und miterleben. An Unterkünften stehen Pensionen, Hotels, Ferienhäuser und Ferienwohnungen verschiedener Kategorien sowie ein Campingplatz zur Verfügung. So lädt Dobbertin zu einem unvergesslichen Urlaub ein mit vielen interessanten Highlights zum Entdecken und Genießen. Die Touristeninformation informiert gern über Veranstaltungen, Sehenswürdigkeiten und gibt Termine an, z.B. die Fahrtzeiten der MS Condor.

MS Condor - Schiffsausflüge auf dem Dobbertiner See - Foto MV-Travel.de

Dobbertin bietet sich perfekt für den Familienurlaub an, für Sportler und Wanderfreunde, aber auch für entspannte Wellness-Wochenenden oder entspannte Kurzurlaube im idyllischen Ambiente. Die Region bietet zahlreiche Ausflugsziele wie etwa Rostock, Schwerin oder Doberan. Infos zur Wassermühle in Dobbertin.


Der Dobbertiner See

Der Dobbertiner See ist rund 5,4 Kilometer lang, liegt nördlich von Goldberg und gehört zur Mecklenburger Seenplatte. Der See dehnt sich sowohl nach Osten wie nach Westen aus und ist maximal einen Kilometer breit. Mehrere Halbinseln ragen in den See und sorgen so für ein markantes Aussehen. Hier fließt die Mildenitz hindurch, die über Warnow in die Ostsee weiterleitet. In Dobbertin gibt es am Abfluss auch eine Fischtreppe.

Das Nordufer befindet sich bei Dobbertin. Der See liegt im Landschaftsschutzgebiet Mittleres Mildenitztal, was zum Naturpark Nossentiner-Schwinzer Heide gehört. Die Umgebung wird auch land- und fortwirtschaftlich genutzt. Der Campingplatz Dobbertin liegt direkt am See, der durchschnittlich 4,80 Meter tief ist. Der Westteil des Sees liegt bei der Gemeinde Techentins, der Ostteil gehört zu Dobbertin. Im Süden grenzt der See an die Stadt Goldberg. Derzeit hat der See eine ausgezeichnete Badewasserqualität. Der Dobbertiner See lädt entweder zum Baden oder einer Schiffstour mit der MS-Condor ein oder aber auch zu einer Kanu-Tour, die gemietet werden kann. So bietet der See nicht nur den Besuchern ein tolles Naturerlebnis, sondern ist auch das Zuhause vieler Tier- und Vogelarten. Mit viel Glück lassen sich die scheuen Bewohner beobachten


Historisches zu Dobbertin

Dobbertin weist eine wechselvolle Geschichte auf. Prägend waren vor allem historische Ereignisse in und um das Kloster Dobbertin. Spannend war nicht nur die Zeit des Mittelalters, der Reformation und der Säkularisierung von 1594 bis 1682 blieb auch Dobbertin nicht von der Hexenverfolgung verschont und so kam es hier in diesem Zeitraum zu 14 Hexenprozessen. Belegt sind auch einige Hexenverbrennungen. Bei den Urteilen unterstützte damals die Juristische Fakultät der Universität Rostock das Kloster-Amtsgericht. Der Galgen stand auf dem Gerichtsberg auf dem alten Weg von Dobbertin nach Güstrow. Dieser Gerichtsberg wird noch heute als Dat Gricht bezeichnet.

Um 1500 wurde das erste Armenhaus in Dobbertin gegründet und im ehemaligen Leprosen-Hospital St. Jürgen eingerichtet. Bis 1920 gab es in Dobbertin drei Armenhäuser, das letzte St. Jürgen stand bis 1982.

1618 bis 1648 suchte der Dreißigjährige Krieg viele Gebiete in Deutschland heim. Auch das Kloster und das Dorf Dobbertin waren betroffen, die Region war besonders stark mitgenommen. Hier zogen die Truppen des Kaisers, dänische und schwedische Soldaten durch und machten der Bevölkerung das Leben schwer. Zu Beginn des Krieges gab es in Dobbertin 24 Hofstellen, sechs Einlieger und den Müller, am Ende des Krieges waren es noch acht Hofstellen. Auch Feuerkatastrophen forderten in dieser Zeit ihren Tribut und zerstörten mehrere Gebäude. Durch einen Sturm 1649 wurde der Turm sowie das Dach der Klosterkirche schwer in Mitleidenschaft gezogen. Ein Dobbertiner Pastor hatte im Auftrag des Klosters mit dem Schweden-König einen Schutz- und Schirmbrief für Dobbertin und das Kloster ausgehandelt, doch der traf zu spät im Kloster ein, sodass schwedische Truppen das Gebiet verwüsteten.

Erneut Bekanntschaft mit den Schweden, machten die Dobbertiner dann einige Jahre später im Zweiten Nordischen Krieg. Erneut zogen die schwedischen Truppen durch Dobbertin. Es folgte 1674 bis 1679 der brandenburgisch-schwedische Krieg. Im Archiv und Rechnungsbuch des Klosteramtes wurden erneut Verwüstungen erwähnt. Im Jahr 1701 wurden in Dobbertin 35 Einwohner gezählt. In der Folgezeit wurden neue Forst- und Meierei-Höfe errichtet, sodass sich um Dobbertin zahlreiche Handwerker und andere mit ihren Familien ansiedelten, z.B. Bäcker, Köche, Amtsschreiber, Kutscher, Brauer, Nachtwächter, Fischer und Schlachtmeister.

Mitte des 19. Jahrhunderts wanderten viele Menschen aus Mecklenburg nach Amerika aus, darunter auch viele Bewohner von Dobbertin. Es folgten der Erste und der Zweite Weltkrieg. Nach der Abdankung des Großherzogs fiel das Kloster Dobbertin 1918 an den Freistaat Mecklenburg-Schwerin. Im Laufe des Zweiten Weltkriegs verließen die letzten Konventualinnen das Kloster Dobbertin. 1945 nach dem Kriegsende wurde das neue Bundesland Mecklenburg-Vorpommern gegründet. Das Kloster unter anderem als Landesalters- und Pflegeheim genutzt wurde, bevor die Jahre der DDR folgten. 1977 wurden die Kirche und das Kloster unter Denkmalschutz gestellt. Zahlreiche Bauschäden machen Restaurierungsarbeiten erforderlich. 1995 konnte das Kloster die 775-Jahr-Feier begehen.

Dobbertin gehört zum Einzugsgebiet von Mecklenburg-Schwerin

zum Seitenanfang



Touristinformation im Kloster Dobbertin

Haupteingang
Am Kloster
19399 Dobbertin

Telefon (038736) 8200

Homepage: www.waelder-seen-mehr.de

Öffnungszeiten: ab 01.05 bis 30.09. täglich von 11 - 17 Uhr

zum Seitenanfang


« Zur Übersicht

Gastgeber

Villa Rerik - Ferienwohnung STRANDBAER

Villa Rerik - Ferienwohnung STRANDBAER

18230 Ostseebad Rerik (Ostseeküste Mecklenburg)

Urlaub in Rerik direkt an Ostsee und Salzhaff. Die neu gebaute Villa Rerik - bestehend aus 2 Häusern - liegt im ruhigen Teil von dem Ostseebad Rerik. Die angebotene Ferienwohnung liegt im Erdgeschoß im Haus 1. Die Ferienwohnung verfügt über 2 Schlafzimmer und eine große Terrasse. Urlaub mit Hund ist auf Nachfrage gestattet.

ab 40,00 EUR

Ausflugstipp

Mecklenburgisches Eisenbahn- und Technikmuseum Schwerin

Die Kö5752 und eine V100 im Mecklenburgischen Eisenbahn - und Technikmuseum.

Das Mecklenburgische Eisenbahn- und Technikmuseum beherbergt eine umfangreiche Sammlung zur Geschichte und zur Entwicklung des Transportsystems Eisenbahn und wird durch den Verein Mecklenburgische Eisenbahnfreunde Schwerin e.V. geführt. Die Arbeit aller Mitarbeiter erfolgt ausschließlich in der Freizeit und ehrenamtlich. Das Museum wurde 2006 gegründet und befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerk Schwerin. Das Hauptgebäude der Ausstellung bildet die

Weiterlesen ›