Kirche St. Nikolai in Wismar

In jeder Stadt gibt es eine alt-ehrwürdige Kirche, die aus vergangenen Zeiten und vom einzigen Reichtum der Stadt erzählt. In Wismar hat die Kirche St. Nikolai diese Rolle übernommen, die evangelisch-lutherische Stadtkirche, die bis heute zu beeindrucken weiß. Wer nach Wismar kommt, der sollte sich diese wunderschöne Kirche unbedingt ansehen und auch den Turm besteigen, denn die Anstrengung wird mit einem unvergesslichen Ausblick auf die Hansestadt belohnt.


Die Geschichte der St. Nikolai Kirche

Erstmals erwähnt wird die Stadtkirche St. Nikolai um das Jahr 1255, aber schon 25 Jahre später ist von einem Kirchenneubau die Rede. 1381 soll die Kirche einen Chor bekommen, der dann auch tatsächlich 1403 geweiht wird. Von nun an wird die Kirche St. Nikolai sowohl für Gottesdienste als auch für das Gemeindeleben genutzt, aber richtig fertig war die Kirche immer noch nicht.

1469 wird dann das Langschiff fertiggestellt und seit 1487 hängt auch die Glocke im Dachstuhl der Kirche. Im Jahre 1508 wird dann der Helm fertig, der stolze 60 m hat. Bis 1703 können sich die Einwohner von Wismar an dem imposanten Helm erfreuen, dann sorgt 1703 ein Orkan dafür, dass der Turmhelm, das Dach und auch das Gewölbe des Langschiffs zertrümmert werden. Auf den Wiederaufbau des Turmhelms wurde verzichtet, Kanzel und Altar hingegen wurden wieder aufgebaut und Ende des 18. Jahrhunderts erneuert. Auf diese Weise kam St. Nikolai zu seiner barock-verspielten Innenausstattung.

Im 2. Weltkrieg hatte die Stadtkirche von Wismar großes Glück, denn sie wurde kaum beschädigt. Seit 2002 gehört sie zusammen mit der historischen Altstadt der Hansestadt zum Weltkulturerbe der UNESCO.

St. Nikolaikirche in Wismar. Foto: MV-Travel.de


Ein beeindruckendes Gotteshaus

Jeder, der das Mittelschiff von St. Nikolai betritt, wird von der hellen, schlanken Form und vor allem von der gewaltigen Höhe des Mittelschiffs von 37 m begeistert sein. St. Nikolai wurde nach dem Vorbild der St. Marien Kirche in Wismar erbaut, die rund 50 älter als die Stadtkirche ist. Der Grundriss zeigt eine dreischiffige Basilika, die zwar kein Querhaus, dafür aber zwei Vorhallen hat. Die Halle, die nach Süden zeigt, hat einen reich verzierten Giebel mit einer fein gearbeiteten Rose, die aus 14 Teilen besteht. Die hohen Pfeiler und auch die Wände sind mit den für das Mittelalter so typischen bunten Malereien üppig verziert und bilden zusammen mit den ebenfalls sehr reich verzierten Grabplatten ein harmonisches Bild. Die Besucher begeistert aber nicht nur die Innenausstattung, auch die Schätze der Kirche sind einen Besuch wert.

Der wertvolle Schatz

Die St. Nikolai Kirche in Wismar verfügt über kostbare Schätze, die im Laufe der Jahrhunderte zusammengetragen wurden. Zu diesen Schätzen gehört auch das Retabel des Hochaltars, der aus der Kirche St. Georgen stammt. Dieser Altaraufsatz entstand um das Jahr 1430 in einer Wismarer Werkstatt und ist der Größte seiner Art im gesamten Ostseeraum. Zu den Kostbarkeiten von St. Nikolai gehören neben dem filigranen Krämeraltar sowie den Festtagsseiten des Thomasaltars und des Schifferaltars, auch die alten Glocken im Turm der Kirche. Die beim Sturm 1703 zerstörten Läuteglocken wurden 1727 und 1732 ersetzt, eine dritte Glocke kam dann 1963 dazu.




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