Die Marienkirche in Wismar

Die ehemalige Kirche St. Marien gehörte wie, die Nikolai Kirche und die Georgen Kirche zu den drei Hauptkirchen von Wismar. St. Marien war die höchste der drei Kirchen, denn das Gewölbe des Mittelschiffs betrug einst 32,2 Meter und der Turm misst noch heute über 80 Meter. Die Marienkirche war einst eine sehr mächtige Kirche, die als Hauptpfarrkirche wie auch als Ratskirche diente. Bis heute ist die Marienkirche eines der ältesten Bauwerke der Hansestadt, und obwohl nur noch der Turm steht, er lässt erahnen, wie eindrucksvoll die Kirche einmal war. Auf nachfolgendem Foto sind die heute fehlenden Teile ergänzt.

St. Marien Kirche in Wismar. Foto: MV-Travel.de


Die Kirche als Notwendigkeit

Als Wismar im Jahre 1226 gegründet wurde, war der Bau einer Pfarrkirche eine Notwendigkeit und daher entstand vermutlich zwischen 1260 und 1270 eine Hallenkirche mit einem nach Westen ausgerichtetem Turm. Die wuchtige Kirche mit einer Gewölbehöhe von 16 Metern und einem Langhaus von 36 Meter Länge war der Ersatz für eine kleine Kirche aus Holz, die in den 1220er Jahren an dieser Stelle stand. Im Laufe der nächsten Jahrhunderte wurde die Marienkirche immer weiter ausgebaut und zum Schluss wurde dann der Turm auf 120 Meter aufgestockt und bekam einen Turmhelm, der mit damals sehr wertvollem Kupfer verkleidet war.
Ein Sturm zerstörte im frühen 16. Jahrhundert den Turmhelm, der daraufhin durch einen Dachreiter ersetzt wurde, dieser fiel allerdings 1539 einem Blitzeinschlag zum Opfer. 1661 war es dann wieder ein Sturm, der das Nachfolgemodell zerstörte und das Provisorium, das anschließend zum Einsatz kam, ist bis heute auf dem nur noch 80 Meter hohen Turm zu sehen. 1945 fielen Bomben auf St. Marien und zerstörten das Dach und das Seitenschiff auf der Südseite, auch die südliche Vorhalle brach in sich zusammen. 15 Jahre lang wurde überlegt, was man mit der Ruine machen sollte, 1960 entschloss man sich, die Reste der Kirche zu sprengen. Nur der Turm blieb erhalten, denn er war als Seezeichen unverzichtbar für die Schiffe, die den Hafen anlaufen wollten.


Was wurde aus den Kirchenschätzen?

St. Marien Kirche in Wismar. Foto: MV-Travel.deDa die Marienkirche eine Ratskirche war, wurde sie entsprechend prachtvoll ausgestattet. Viele der Schätze wurden aber an arme Gemeinden in Mecklenburg verschenkt, wie zum Beispiel die Kanzel, die 1587 von einem bedeutenden Holzschnitzer aus Lübeck gestaltet wurde. Das Triumphkreuz aus dem Jahre 1420 kann heute im Dom von Schwerin bewundert werden und das Taufbecken, das 1335 gegossen wurde, hat seinen Platz in der Kirche St. Nikolai in Wismar gefunden. Ebenfalls in der Nikolai Kirche kann der 1430 geschnitzte Flügelaltar bewundert werden, aber die kostbare astronomische Uhr, der Hauptaltar aus dem Jahr 1749 und der Orgelprospekt, der um 1840 entstand, wurden zerstört.


Der Turm von St. Marien

St. Marien Kirche in Wismar. Foto: MV-Travel.deDer imposante Turm der Marienkirche wurde zwischen 1978 und 1981 komplett restauriert und hat heute wieder ein Glockenspiel, das jeden Tag um 12:00 Uhr, um 15:00 Uhr und um 19:00 Uhr erklingt. Im Turm sind regelmäßig interessante Ausstellungen zu sehen, wie zum Beispiel eine Dauerausstellung zum Thema Backsteinkunst in Norddeutschland. Gegenüber des Turms steht die sogenannte Ziegelscheune. Hier haben die Besucher die Möglichkeit, selbst Backsteine zu formen und können erleben, wie anstrengend es einst war, eine Kirche zu erbauen.






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