Schlösser und Burgen in Mecklenburg-Vorpommern

Geschichte live erleben
Mecklenburg-Vorpommern gilt als das Land der Schlösser, Gärten und Herrenhäuser. Kaum eine andere Region in Europa ist so sehr von prachtvollen Bauwerken geprägt. Allein mehr als 1.000 gut erhaltene Gutshäuser prägen das Gesicht des Bundeslandes. Viele Schlösser und Burgen in Mecklenburg-Vorpommern sind von hübschen Parks umgeben. Burgen dienten zunächst der Absicherung des eigenen Gebiets und waren zunehmend auch Residenzen. In der Renaissance entstanden dann erste Bauwerke, die den Namen „Schloss“ verdienen. Und nach dem Dreißigjährigen Krieg kamen imposante Herrenhäuser dazu, die oft als „Landschlösser“ bezeichnend werden.


Sehenswerte Schlösser

Das Schweriner Schloss, das auf einer Insel im Schweriner See liegt, zählt zu den bedeutendsten Bauwerken des Historismus in Deutschland. Hier tagt nicht nur der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, nein, auch Besucher können sich das Schlossmuseum anschauen. Viele Gäste spazieren gerne durch den Burggarten und bestaunen die Wasserspiele, Skulpturen, Terrassen und Pflanzen. Im Südwesten der Schlossinsel befindet sich zudem ein Schlossgarten, der als einer der schönsten Barockanlagen in Norddeutschland gilt.

Schloss Ludwigslust

Über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns hinaus bekannt ist das Schloss in Ludwigslust. Ludwigslust ist eine alte Residenzstadt und besitzt mit dem Schloss bis heute einen Anziehungspunkt für seine Gäste. Das Schloss liegt inmitten eines weitläufigen Parks und bildet gemeinsam mit der imposanten Kirche und zahlreichen Bürgerhäusern ein spätbarockes Stadtensemble. Heute können Besucher die Schlossräume sowie den Park besuchen.

Dies sind nur zwei Beispiele der großen Auswahl an Schlössern in Mecklenburg-Vorpommern. Auch das Schloss Güstrow sowie das Schloss Mirow erfreuen sich großer Beliebtheit. Je nach Urlaubsort finden sich überall in der Umgebung lohnenswerte Ausflugsziele.


Gut erhaltende Burgen

Neben Schlössern ist auch die Burgenlandschaft an der Ostsee außergewöhnlich. Burgen sind oft im Mittelalter entstanden. Landesherren errichteten sie zur Sicherung ihres Territoriums. Später hatten auch Ritter das Recht, diese zur Grenzsicherung zu nutzten. Viele mittelalterliche Burgen zeichnen sich durch mindestens einen Turm – den sogenannten Bergfried – und eine geschützte Lage aus. Daher befinden sich Burgen oft auf einem Berg oder einer Insel. Je nach Lage bezeichnet man Burgen deshalb als Höhen-, Wasser- oder Niederungsburgen.

Eine bekannte Niederungsburg ist die Burg Klempenow. Sie wurde im 13. Jahrhundert am Zusammenfluss zweier Flüsse erbaut und war Teil einer Burgenkette zwischen Pommern und Mecklenburg. Die Burg wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder um- und ausgebaut und zeugt von einer wechselvollen Geschichte. Heute finden dort immer wieder Veranstaltungen statt und Besucher bestaunen die Burg und den Burggarten.

Wer eine Wasserburg besuchen möchte, ist auf der Festung Spantekow richtig. Sie gehört zu den ältesten Burgenanlagen der Renaissance in Norddeutschland. Obwohl im Laufe der Zeit, Teile der Anlage zerstört wurden, sind bis heute Teile der Ringburg aus dem 14. Jahrhundert erhalten. Zur Anlage gehört auch eine Krypta.

Ein interessantes Museum befindet sich in der Burg Neustadt-Glewe. Die Anlage mit ihrem auffälligen Turm wurde um 1300 angelegt. Heute lassen sich unter anderem das Verlies und ein Wohnsaal mit einem schönen Ausblick besichtigen. Ein besonderes Highlight sind die Wandmalereien aus der Gotik und der Renaissance. In der Burg befindet sich ein Museum mit Ausstellungen zur Geschichte der Burg und der Stadt.


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Die Dampflok 99 1784-0 kurz vor dem Beladen mit Wasser und Kohlen

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