Reise bis ans Ende der letzten Eiszeit: Usedomer Gesteinsgarten feiert am 3. Juli seinen 10. Geburtstag


Er beherbergt Findlinge mit einem stattlichen Gewicht von bis zu 8,4 Tonnen und einem erstaunlichen Alter von zwei Milliarden Jahren. Wie kaum eine andere Sehenswürdigkeit auf der Insel Usedom verspricht er Bildung und Naturentdecken zugleich: der Gesteinsgarten in Neu Pudagla. Heute feiert er seinen zehnten Geburtstag.

Seit zehn Jahren ist der Usedomer Gesteinsgarten – eine der bedeutendsten Gesteinssammlungen im norddeutschen Raum – Ausgangspunkt für eine historische Reise durch Raum und Zeit, die etwa 13.000 Jahre zurück bis ans Ende der letzten Eiszeit führt. Dann nämlich begann die Wanderung für 140 Findlinge unterschiedlicher Herkunft. Sie endete für die meisten von ihnen vor 10 Jahren im Usedomer Gesteinsgarten. Aber woher kommen diese schweren Geschiebe? Zu welchem Gebirge gehörten sie? Sie erzählen noch heute von den Erlebnissen ihrer langen Reise: Ihre Oberflächenstrukturen zeugen von der Vergangenheit der bis zu 8,4 Tonnen schweren und bis zu zwei Milliarden alten Findlinge. Schautafeln geben Auskunft über die jeweilige Herkunft der Gesteine. Aber nicht nur das: Durch Hinweise auf die Besonderheiten der einzelnen Gesteine werden die Gäste angeregt, eigene Fundstücke mit den ausgestellten zu vergleichen und zu bestimmen.

Die Verschmelzung von Natur- und Bildungsaspekt gepaart mit der Komplexität und der wissenschaftlich fundierten Basis machen den Usedomer Gesteinsgarten zur einem der bedeutendsten touristischen Anlaufpunkte auf der Insel Usedom.

Der Usedomer Gesteinsgarten entstand im Rahmen einer Belegarbeit am Institut für Geographie und Geologie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Neu Pudagla. 1998 fertiggestellt war er 2003 ein Außenstandort der IGA. Mehr als 200.000 Gäste besuchten den Usedomer Gesteinsgarten in den letzten zehn Jahren.


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