Zuwachs im Aquarium - Das Müritzeum zeigt Flundern

Eine Flunder in der Aquarienlandschaft im NaturErlebnisZentrum Müritzeum. Foto: NaturErlebnisZentrum Müritzeum

Zuwachs im Aquarium - Das Müritzeum zeigt Flundern

 

All die Schönheiten, die die Mecklenburgische Seenplatte zu bieten hat, zeigen wir im Müritzeum. Ein ganz besonderes Highlight ist die Aquarienlandschaft, wo in 24 Becken neben Fischen auch Krebse, Sumpfschildkröten und andere Wasserbewohner zu sehen sind.
Deutschlands größtes Süßwasseraquarium für heimische Fische zeigt über 50 Tierarten, welche in den Gewässern Mecklenburg-Vorpommerns leben. Seit einigen Wochen wird die Artenvielfalt durch 8 Flundern bereichert.

Aber gehören Flundern denn überhaupt in das Müritzeum?
Sind das nicht Salzwasserfische?
Flundern kommen bekanntermaßen recht häufig in den Küstenregionen der Ostsee und der Nordsee vor. Weniger bekannt ist jedoch, dass sie gelegentlich über die größeren Flüsse weit in das Süßwasser aufsteigen. In der Elbe schwimmen sie beispielsweise bis hinter Magdeburg.
In einigen Seen, welche sich nahe der Ostsee befinden und mit ihr in Verbindung stehen, sind Flundern ebenfalls regelmäßig zu finden.
Daher wird die Flunder sowohl zu den Meeresfischen als auch zu den Süßwasserfischen gezählt.

In einem separaten Becken mit niedrigem Wasserstand können diese besonderen Tiere hautnahe hinter der Sichtscheibe bestaunt oder manchmal auch gesucht werden. Denn nicht immer zeigen sich die „Platten“ in ihrer ganzen Pracht. Häufig graben sie sich blitzschnell in den Kiesboden ein. Mit etwas Geduld bei der Suche sind dann nur noch die Augen über dem Kiesboden zu entdecken.
Um für ein besseres Wohlbefinden der Tiere und somit für eine dauerhafte Haltung zu sorgen, wurde das Wasser in dem Becken leicht aufgesalzen, so wie es für die Küstenbereiche der Ostsee typisch ist.
Plattfische, zu denen die Flunder zählt, tragen ihren Namen zu Recht. Ihr ovaler, ja fast scheibenförmiger Körper ist extrem abgeflacht. Im Gegensatz zu den meisten anderen Fischarten schwimmen sie nicht aufrecht. Zur schnellen Fortbewegung gleiten sie wie eine Frisbeescheibe durch das Wasser. Die Augen, eine weitere Besonderheit, befinden sich beide auf einer Körperseite. Dieses ist notwendig, da die Fische einseitig, wie ein Teller, auf dem Sandboden liegen.

Foto: NaturErlebnisZentrum Müritzeum

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