„Mond in Sicht“ auf der Insel Usedom

"Mond in Sicht" - auf der Insel Usedom

 

Das HTM Peenemünde startet am 2. Juli Sonderausstellung mit Fotos von der Mondlandung 1969

Riesige Felsblöcke als Überreste eines Stein-Meteoriten, eine außergewöhnliche Landefähre in Schräglage und ein ganz weißer Boden vor der Kulisse der Dunkelheit: Was hier den Anschein erweckt, als sei es einem Science-Fiction-Buch entnommen, stammt tatsächlich aus Hunderten Fotos, die ab morgen im Rahmen der Sonderausstellung „Mond in Sicht“ im Turbinensaal des Historisch Technischen Museum (HTM) im Peenemünder Kraftwerk die Gäste faszinieren werden. Sie alle sind vor fast vier Jahrzehnten entstanden, als die amerikanischen Apollo-Astronauten am 21. Juli 1969 die Mondoberfläche betraten.

Die NASA-Aufnahmen der Apollo-Astronauten wurden jedoch nicht unverändert für die Ausstellung übernommen: Bis zu 30 Einzelfotos sind zu großen, bis zu 2 Meter breiten Panoramafotografien verschmolzen. Mehr als 80 dieser digitalisierten Panoramaansichten vom Erdtrabanten können ab morgen bis zum 30. August in der Peenemünder Sonderausstellung bestaunt werden.

Das Historisch Technische Museum ist das größte technische Denkmal Mecklenburg Vorpommerns. Die Heeresversuchsanstalt Peenemünde war zwischen 1936 und 1945 eines der modernsten Technologiezentren der Welt. Im Oktober 1942 gelang von hier aus unter Federführung Wernher von Brauns der weltweit erste Start einer Rakete ins All, weshalb Peenemünde auch als „Wiege der Raumfahrt“ bezeichnet wird. Nur durch den massiven Einsatz von Zwangsarbeitern, KZ-Häftlingen und Kriegsgefangenen war die Errichtung der Versuchsanstalten und die spätere Massenproduktion der Rakete, die Goebbels zynisch "Vergeltungswaffe 2" nannte, in so kurzer Zeit möglich. Die Ambivalenz der Nutzung modernster Technologie wird in Peenemünde deutlich wie an kaum einem anderen Ort. Parallel zur Dauerausstellung bietet das HTM Peenemünde über das Jahr verteilt eine Vielzahl interessanter Sonderausstellungen an. In der beeindruckenden Atmosphäre des Turbinensaals im Kraftwerk erklingen darüber hinaus Konzerte des Usedomer Musikfestivals.

Gastgebertipp

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Ausflugstipp

Inselmuseum Poel Das Inselmuseum Poel. Foto: Markus Frick

Bereits um 1930 sammelten die Lehrer Wiechmann und Hensan geologische Hinterlassenschaften und volkskundliche Gegenstände auf der Insel als Anschauungsmaterial für den Heimatkundeunterricht. Diese wurden 1957 als erste heimatkundliche Ausstellung in der Schule präsentiert. Ein Jahr später zog die Ausstellung in eine Baracke der Viethschen Stiftung am Möwenweg - Kirchdorf besaß sein erstes kleines Museum. Durch die Spendenfreudigkeit der Poeler Bevölkerung wuchs das Ausstellungsmaterial enorm.

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