125 Jahre Seebad Lubmin

Lubmin am Greifswalder Bodden feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen als Seebad. "Das Seebad ist heute ein Ort, an dem man gut leben, gut arbeiten und sich gut erholen kann", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph am Freitag zu Beginn des Festwochenendes. "Es ist in den vergangenen Jahren gelungen, Tourismus, Gewerbe und Industrie gemeinsam weiter zu entwickeln. Lubmin ist sowohl als Seebad bei den Urlaubern als auch als wichtiger Energiestandort weit über die Landesgrenzen bekannt."

Die Bevölkerung im Amt Lubmin, zu dem neben dem Seebad neun Gemeinden gehören, ist in den letzten 15 Jahren um ein Drittel auf 10.788 gestiegen. "Unternehmen haben sich mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums angesiedelt, Arbeitsplätze in der Region wurden geschaffen", sagte Rudolph. "Das Gewerbesteuereinkommen hat sich in den letzten Jahren mehr als vervierfacht, Mittel, die unter anderem zur Verbesserung der Infrastruktur eingesetzt werden."

Unternehmen wie der Kranhersteller Liebherr, die Stahlbaufirma Modul- und der Anlagenbau (MAB), die EEW Special Pipe Constuctions GmbH (Erndtebrücker Eisenwerke), die RIS Industrie- und Kraftwerksservice GmbH Lubmin sowie die Lubminer Korrosionsschutz GmbH produzieren vor Ort. Daneben ist das Handwerk mit 169 Betrieben im Amt und 32 in Lubmin eine wichtige Säule der Wirtschaft.

"Lubmin ist als Standort für großflächige Gewerbeansiedlungen ausgewiesen. Es bestehen weitere Ansiedlungsnachfragen.", sagte Rudolph. "Mit den Energiewerken Nord hat Lubmin zudem einen wichtigen Arbeitgeber, der auf seinem Gebiet, dem Abbau kerntechnischer Anlagen, weltweit gefragt ist." Lubmin gehöre zudem als bedeutender Baustein in das energie- und klimaschutzpolitische Konzept des Landes.

Der Tourismus im Seebad Lubmin hat sich langsamer als in anderen Seebädern entwickelt. Ein neues Hotel mit Tagungs- und Wellnessangebot und weitere Verbesserungen der touristischen Infrastruktur sind in Planung.


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