Hansestadt Stralsund - Weltkulturerbe im neuen Glanz

Sehenswürdigkeiten - Touristinfo

Das lübische Stadtrecht erhielt Stralsund im Oktober 1234. Zur Sicherung der sich schnell entwickelnden Stadt wurde bald mit dem Bau einer Stadtmauer begonnen.
Der Mauergürtel wurde schon im 13. Jahrhundert zu einem festen Bestandteil der Stadtanlage von Stralsund. In dieser Zeit wurden der ausgedehnte Handelsverkehr nach Norden, Osten und Westen sowie der Zusammenschluss zum Hansebund angebahnt. Stralsund machte sich auf den Weg zu einer der bedeutendsten Hansestädte. Eine rasante wirtschaftliche Entwicklung setzte ein. Stralsunder Schiffe waren an allen wichtigen Handelsplätzen vertreten. Mit dem Namen Stralsund ist untrennbar eines der bedeutsamsten historischen Ereignisse  der Hanse verbunden: Der Friedensvertrag vom 24. Mai 1370 wurde hier unterzeichnet.

Das Stralsunder Rathaus Foto: Tourismuszentrale Stralsund

Die Marienkirche in Stralsund Foto: Tourismuszentrale StralsundAb dem 17. Jahrhundert spielte die Hansestadt Stralsund eine wichtige Rolle im militärischen Großmachtsystem Schwedens. Durch die Bestimmungen des Westfälischen Friedens gelangte Stralsund endgültig unter schwedische Herrschaft und avancierte 1720 zur Regierungshauptstadt von Schwedisch-Vorpommern. Nach kurzzeitiger französischer Besetzung der Stadt und dem Tod Ferdinands von Schill am 31. Mai 1809 in der Fährstraße ging die Stralsunder Schwedenzeit 1815 zu Ende. Ganz Pommern und damit auch Stralsund fielen an die Preußen. Der Preußenzeit folgte die dunkle Ära des Faschismus´. Als schwerer Schlag für die Stadt erwies sich der Bombenangriff vom 6. Oktober 1944, dem viele Menschen zum Opfer fielen. Während der anschließenden sozialistischen Periode drohten viele alte Gebäude zu verfallen. Mit der politischen Wende 1989 konnte diese Gefahr jedoch gebannt werden. Seitdem setzte eine kontinuierliche Sanierung der schützenswerten Bausubstanz ein. Eine Krönung ihrer Bemühungen um den Erhalt der mittelalterlichen Stadtstruktur erfuhr die Hansestadt Stralsund, als die historischen  Altstädte von Stralsund und Wismar 2002 gemeinsam in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wurden.

Wehrhafte Mauern, stolze Kirchen

Der Stralsunder Hafen mit der Gorch Fock im Hintergrund Foto:Tourismuszentrale StralsundZwischen St. Marien und der Ratskirche St. Nikolai liegt die "kleine Schwester" St. Jakobi. Im Laufe der Jahrhunderte schwer zerstört, war die Kirche bis 1990 ein großes Sorgenkind der Hansestadt. Stralsund Seitdem wird die Kirche schrittweise restauriert. Jetzt halten Kunst und Kultur hier Einzug. Die ehemalige Ratskirche St. Nikolai mit ihrem markanten Doppelturm und der Verbindung zum historischen Rathaus gehört zum unverwechselbaren Stadtpanorama. Der Barockaltar nach Entwürfen von Andreas Schlüter, die astronomische Uhr und das berühmte Gestühl der Nowgorodfahrer gehören zu den kunstgeschichtlich bedeutendsten Ausstattungsgegenständen  der im 13. Jahrhundert errichteten Kirche.

Museumswelt der Kontraste

Neuer Markt in Stralsund Foto: Tourismuszentrale StralsundZum bedeutendsten Juwel der Stralsunder Museenlandschaft zählt das Deutsche Meeresmuseum im Katharinenkloster mit seinen exotischen Aquarien. Über 300.000 Liter Seewasser durchströmen die Schaubecken, in denen von possierlichen Seepferdchen bis hin zum Hai die Artenvielfalt auf anschauliche Weise sichtbar wird. Zum Meeresmuseum zählt auch das Nautineum auf dem Dänholm. 2008 eröffnete auf Stralsunds Hafeninsel das Ozeaneum, Norddeutschlands größter spektakulärer Museumsbau. Publikumsmagnet sind die knapp 40 riesigen Meerwasseraquarien,  die eine Reise durch die Unterwasserwelt der nördlichen Meere beschreiben.

Im ehemaligen Dominikanerkloster St. Katharinen befindet sich auch das Stralsund Museum, in dem u. a. eine umfangreiche Sammlung zur Ur- und Frühgeschichte der Region ihren Platz gefunden hat. Und der berühmte Goldschmuck von Hiddensee aus dem 10. Jahrhundert ist hier zu bewundern. Im Johanniskloster an der nördlichen Stadtmauer erwartet den Besucher ein besonderes Erlebnis. Der Kreuzgang, der wunderschöne Rosengarten, die Barockbibliothek, der Kapitelsaal mit wertvollen Wandmalereien und der Räucherboden des ehemaligen Franziskanerklosters lassen die vergangenen Jahrhunderte wieder lebendig werden.

Vom Wasser geprägt

Die Rügenbrücke von Stralsund zur Insel Rügen Foto:Tourismuszentrale StralsundSchon seit jeher zieht der Stralsunder Stadthafen mit seinen maritimen Angeboten Touristen und Einheimische an. Vom Anleger fahren mehrmals täglich Fährschiffe zur urwüchsigen Insel Hiddensee. Ein kürzeres, aber herausragendes Erlebnis verspricht die Überfahrt nach Altefähr auf der Insel Rügen. Genau gegenüber der Hansestadt Stralsund gelegen, bietet das traditionelle Fischerdorf einen Blick auf die scherenschnittartige Kulisse Stralsunds.

Stralsund vom Strelasund aus gesehen Foto: Tourismuszentrale StralsundNördlich vom Rügendamm, ca. 70 m entfernt, bestimmt heute die neue Rügenbrücke das Stadtpanorama. Ob von See oder Land aus, den Besuchern zeigt sich Stralsund zu allen Jahreszeiten von seiner besten Seite. An der Pier im Stadthafen liegt seit Herbst 2003 das vielleicht schönste Stück Seefahrtsgeschichte. "Gorch Fock" stand einst auf dem Heck, zwischenzeitlich hieß das Schiff "Towarischtsch", nunmehr hat es wieder seinen alten Namen "Gorch Fock" erhalten. Jetzt erinnert der Windjammer an die glanzvolle Zeit der Großsegler. In dem in der Nähe von Stralsund liegenden Ort Klein Kedingshagen befindet sich ein Flugplatz, über den Sie mittels Flugzeug anreisen können.

Fotos (6): Tourismuszentrale Stralsund

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Sehenswürdigkeiten

Altstadt

Die Altstadt von Stralsund präsentiert sich mit vielen sanierten Bürgerhäusern, die durch Detailtreue an Fassaden, Türen und Fenstern glänzen. 2002 wurde die historische  Altstadt gemeinsam mit der von Wismar in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Rathaus

Das Rathaus liegt direkt am Alten Markt und nah an der Nikolaikirche. Es stellt einen der bedeutendsten Profanbauten der norddeutschen Backsteingotik dar. Nach einer sehr umfangreichen Sanierung wurde es im Jahre 2004 wiedereröffnet.

Nikolaikirche

Die St.-Nikolai-Kirche in Stralsund ist die älteste der drei großen Pfarrkirchen in der Hansestadt. Im Jahr 1276 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt.

Marienkirche

Die St.-Marien-Kirche in Stralsund ist eine dreischiffige Kirche. Sie ist die größte Pfarrkirche der Hansestadt Stralsund und wurde im Jahr 1298 erstmals erwähnt. Von 1625 bis 1647 war sie das weltweit höchste Gebäude. Vom 104 Meter hohen Turm der Marienkirche bietet sich ein wunderbarer Panoramablick über Stralsund, die Umgebung und Rügen.

Jakobikirche

Die Kirche St. Jakobi wurde im Jahr 1303 erstmals erwähnt und ist somit die jüngste der drei Stralsunder Pfarrkirchen. Heute wird sie nur noch als Kulturkirche genutzt.

Museumshaus

Das Museumshaus und ehemaliges Krämerhaus in der Mönchstraße ist Teil des Stralsund Museumund wurde mit Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz saniert und bietet seither als eines von Nordeuropas bedeutendsten original erhaltenen Bürgerhäusern der Hansezeit das Erleben und Begreifen der Geschichte von sieben Jahrhunderten.


Hafen


Querkanal im Stralsunder Hafen Foto: Tourismuszentrale Stralsund

Von hier aus können Sie zu Rundfahrten mit zahlreichen Ausflugsbooten starten oder einen Spaziergang entlang der Nordmole genießen. Lassen Sie sich beeindrucken von der Aussicht auf die Inseln Rügen und Hiddensee und der  Silhouette der Stralsunder Altstadt.


Foto: Tourismuszentrale Stralsund

Gorch Fock

Die Bark "Gorch Fock" liegt im Stralsunder Hafen. Sie lief 1933 bei der Hamburger Werft Blohm und Voss vom Stapel und diente lange Zeit als Segelschulschiff.

Kniepertor

Das Kniepertor wurde nach einer Bürgerfamilie des 13. Jahrhunderts benannt. Es ist eines von zweien erhaltenen der ehemals zehn Stadttore der Hansestadt Stralsund. Gelegen am Ende der Knieperstraße diente es als Landtor der Stralsunder Stadtbefestigungen und wurde erstmals 1293 urkundlich erwähnt.

Kütertor

Das Kütertor ist das zweite erhaltene der ehemaligen zehn Stadttore von Stralsund. Es war wie auch das Kniepertor eines der Landtore der Stralsunder Stadtbefestigungen. Das Kütertor wurde 1281 erstmals urkundlich erwähnt. Es befindet sich am Ende der Heilgeiststraße zum Knieperwall bzw. Küterdamm hin.


Kloster St. Katarinen


Tor des Stralsunder Katharinenklosters Foto: Tourismuszentrale StralsundDas Katharinenkloster, wurde im 13. Jahrhundert von Mönchen des Dominikaner-Ordens gegründet. Im Jahr 1251 wurde das Kloster zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Das Kloster wurde im Stil der norddeutschen Backsteingotik errichtet und zählt zu den ältesten im Ostseeraum.

Heute sind hier die beiden bedeutendsten Museen der Stadt Stralsund untergebracht, das Stralsund Museum und das Deutsche Meeresmuseum.

Foto: Tourismuszentrale Stralsund

Deutsches Meeresmuseum

Im Deutschen Meeresmuseum in Stralsund, dem meistbesuchten Museum Norddeutschlands, werden größtenteils maritime und meereskundliche Ausstellungen zur Fischerei, zum Umwelt- und Meeresschutz, zur Meeres- und Ozeanforschung, zu Flora und Fauna des Ostseeraumes sowie in knapp 50 Aquarien über 600 lebende Meerestiere gezeigt. Es befindet sich in der Halle der ehemaligen Katharinenkirche.

OZEANEUM

Das OZEANEUM Stralsund wurde im Juli 2008 auf der Stralsunder Hafeninsel eröffnet. Hier werden auf 8700m² über 7000 lebende Tiere und Pflanzen der Ostsee, der Nordsee und des Atlantiks sowie die weltweit größte Ausstellung über Wale gezeigt.

Nautineum

Das Nautineum wurde 1999 als Außenstelle des Stralsunder Meeresmuseums auf dem Dänholm eröffnet. Es zeigt auf dem zwei Hektar großen Gelände Ausstellungen zu den Themen Fischerei, Meeresforschung, Walforschung, Hydrographie und Seewasserstraßen.


Stralsund Museum


Kulturhistorisches Museum Remter in Stralsund Foto: Tourismuszentrale Stralsund

Neben dem Deutschen Meeresmuseum, ist das Kulturhistorische Museum das bedeutendste Museum der Stadt Stralsund. Untergebracht ist es im Katharinenkloster. Es ist das älteste Museum dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern und präsentiert umfangreiche Sammlungen zur Volkskunde und Kultur- und Kunstgeschichte der Region Vorpommern. Weitere Informationen zum STRALSUND MUSEUM.

Foto: Tourismuszentrale Stralsund

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Tourismuszentrale

Die Touristeninformation der Hansestadt Stralsund bietet Ihnen eine Vielzahl von Leistungen an, die Ihren Aufenthalt in der Hansestadt noch schöner machen.

Touristeninformation
Alter Markt 9
18439 Stralsund

Tel.: (+49 38 31) 2 46 90
Fax: (+49 38 31) 24 69 22

E-Mail: info@stralsundtourismus.de
Internet: www.stralsundtourismus.de

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