Urlaub in Markgrafenheide

Im Norden der alten Hansestadt Rostock liegt Markgrafenheide. Auch wenn der Ort mit seinen knapp 600 Einwohnern „nur“ ein Ortsteil von Rostock ist, Markgrafenheide ist ein anerkanntes Seebad an der Ostsee. Es ist die direkte Lage an der See, die Markgrafenheide zu einem beliebten Ferienziel in Mecklenburg-Vorpommern macht, auch die Nähe zu Rostock, das nur 20 Autominuten entfernt liegt, macht die kleine Gemeinde so attraktiv. Wer nach Warnemünde möchte, der kann von Markgrafenheide aus mit dem Auto über die Warnow fahren. Was erwartet die Feriengäste in dem kleinen Seebad an der Ostsee?
Platzhalter Seebad Markgrafenheide. Foto: MV-Travel.de

Eine interessante Geschichte

Markgrafenheide kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken, die im Jahre 1252 beginnt. Damals verkaufte Fürst Heinrich Borwin II. die Region um das heutige Stadtgebiet, die heute noch als Rostocker Heide bekannt ist, für die Summe von 450,- Mark an die Hansestadt Rostock. Seinen Namen bekam der Ort allerdings erst 1586, wann er genau entstanden ist, das steht bis heute nicht fest. Es gibt jedoch eine Sage, die sich um die Namensgebung rankt. Angeblich wurde ein Markgraf in der Rostocker Heide in einem Sarg aus purem Gold begraben. Ob diese Geschichte stimmt und ob es das Grab mit dem Sarg aus Gold tatsächlich gibt, ist bis heute umstritten. Sicher ist aber, dass die Gemeinde Markgrafenheide in der Vergangenheit für Rostock eine wichtige Rolle gespielt hat. In der Nähe gibt es ein Moor, aus dem Torf gewonnen wurde, der dann durch den Moorgraben bis zur Warnow und von dort weiter in die Hansestadt transportiert wurde.


Ein beliebter Badeort

Als das Geschäft mit dem Torf im 19. Jahrhundert mehr und mehr an Bedeutung verlor, musste sich Markgrafenheide etwas einfallen lassen: Der Ort wurde zum Erholungsort für Badegäste. Zunächst kamen die Rostocker, um sich an den Wochenenden und in den Ferien an der Ostsee zu erholen. Als aber 1910 die elektrische Strandbahn zwischen Warnemünde und Markgrafenheide ihren Betrieb aufnahm, kamen immer mehr Feriengäste in den malerisch gelegenen Ort. Die Strandbahn gibt es nicht mehr, sie wurde 1945 stillgelegt und schließlich abgebaut, attraktiv ist Markgrafenheide für Feriengäste aber nach wie vor.


Eine gute Infrastruktur

Hotels, Privatpensionen, Restaurants, Cafés und ein Campingplatz prägen heute das Bild von Markgrafenheide. Dazu kommt noch ein Ferienpark mit Ferienhäusern für die Badegäste, außerdem gibt es viele Möglichkeiten für sportlich aktive Urlauber. Wer sich in den Ferien am Strand erholen möchte, der ist in Markgrafenheide immer richtig, auch Natur- und Wanderfreunde werden sich dort wohlfühlen. Da der Ort von der Rostocker Heide umgeben ist, gibt es eine Reihe von schönen Wanderwegen, die dazu einladen, die Umgebung zu erkunden. Da die Ostsee weder Ebbe noch Flut kennt, können die Badegäste immer schwimmen gehen, ohne eine sechsstündige Zwangspause wie an der Nordsee einlegen zu müssen.


FKK in Markgrafenheide

Die Freikörperkultur war in der ehemaligen DDR sehr beliebt, daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass es an der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern noch viele textilfreie Strände gibt. Wer in Markgrafenheide ohne Bikini, Badeanzug und Badehose schwimmen und sonnen möchte, der kann das an mehreren ausgewiesenen Strandabschnitten. So ist es an den Abschnitten 4 bis 23 und 32 bis 36 erlaubt, textilfrei in der Sonne zu liegen und ins Wasser zu gehen. Besonders schön gelegen und sehr ruhig ist der Abschnitt 30, der auch für Familien geeignet ist. Die FKK-Strände in Markgrafenheide können mit sehr feinem Sand beeindrucken, es gibt ausreichend Parkplätze und am Strandbad auch Möglichkeiten, um einkaufen zu gehen. In Richtung Graal-Müritz gibt es zudem einen Strandabschnitt für lesbische und homosexuelle Paare, die sich dort ungestört sonnen können.
Da in den Sommermonaten an den FKK-Strandabschnitten immer viel los ist, ist es ratsam, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, da die Parkplätze meist alle belegt sind.


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