Kloster Dobbertin - ein architektonisches Prunkstück

Die Klosteranlage Dobbertin am Dobbertiner See ist ein architektonisches Prunkstück und wurde um 1220 von Benediktiner-Mönchen gegründet.Im Jahr 1234 wurde aus dem Kloster ein Nonnenkloster und gelangte rasch zu Ansehen und Wohlstand. Die Zeit der Reformation brachteheftigen Widerstand der Nonnen mit sich. So hielt die Blütezeit des Dobbertiner Klosters an. 1572 wurde aus dem Kloster ein adliges Damenstift zur christlichen Erziehung junger Frauen.

Die Aufsicht über den Konvent hatte der Klosterhauptmann, die Leitung die Domina. Im 16. Jahrhundert entstanden der Kreuzgang und dasRefektorium sowie weitere spätbarocke und klassizistische Wohnbauten. Auch das Klosterhauptmannshaus kam dazu. Die Kirchen verfügt über zwei charakteristische schlanke Kirchtürme, die vom Berliner Architekten Schinkel stammen. Der Schweriner Baumeister Demmler realisierte die Pläne im neugotischen Stil. Die Kirche wurde schließlich 1857 eingeweiht.

Imposantes Gebäude am Dobbertiner See. Foto: MV-Travel

Heute ist die Klosteranlage wohl der größte und wichtigste Arbeitgeberder Region und firmiert als Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH. Der gemeinnützige Träger unterhält Einrichtungen für die Behindertenhilfe, psychosoziale Hilfe, Pflegeeinrichtungen, Jugendhilfe und Kindertagesstätten, Altenhilfe, Hilfe für Suchtkranke, Beratungsstellen für Schuldner und psychologische Aspekte. Auf dem Gelände der Anlage leben und arbeiten Menschen mit geistigen Behinderungen. So befindet sich hier eine Werkstatt für Behinderte eine Schule zur individuellen Lebensbewältigung und die Verwaltung. Das hat positive Strahlkraft und lockt auch ausländische Investoren. Zudem konnte so die Region Dobbertin zu einem wichtigen Wohn- Ferien- und Wirtschaftsstandort werden. Denn für Urlauber bieten sich nicht nur geführte Besichtigungen der Klosteranlage, sondern auch viele attraktive Unterkünfte und Sehenswürdigkeiten sowie andere Ausflugsziele in der Nähe von Schwerin an.

Zum Kloster gehört auch eine prächtige Parkanlage. Sie umfasst fast 18 Hektar Land und lädt zum Spazierengehen und zur Muße und Erholung ein. Dieser Klosterpark zählt zu den wertvollsten Parks in Mecklenburg-Vorpommern und käme auch ohne dominierende Gebäude aus. Die Gestaltung des Parks stammt aus dem 19. Jahrhundert. 1828 übernahmen der Klosterhauptmann Raven und der Gärtner Pech die Gestaltung. Die Anlage folgt dabei den Prinzipien der Landschaftsgärten des 19. Jahrhunderts ohne besondere Modellierung oder Eingriff in die ursprüngliche Landschaft. Später wurden Landschaftsteile der Umgebung einbezogen, erkennbar am Neuen Park oder Buchholz. Der Park bildet eine harmonische Einheit mit dem Ort und dem Kloster. Der Außengraben umschließt den Park im Halbkreis, im Halbkreis liegt auch das Dorf um den Park. Damit ist der Park sowohl Verbindung und Abgrenzung zum Kloster wie zum Ort Dobbertin.



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